Klärschlammverbrennung

Ökologische Klärschlammverbrennung ist die Alternative der Emter GmbH.

Ökologische Klärschlammverbrennung ist die Alternative der Emter GmbH.

Klärschlamm wurde viele Jahre in der Landwirtschaft genutzt. Doch längst hat ein Umdenken eingesetzt. So wird mittelfristig angestrebt, die Ausbringung von Klärschlamm in der Landwirtschaft zu stoppen. Deshalb liegt die Klärschlammverbrennung als Alternative auf der Hand. Die Firma Emter blickt auf eine über 20-jährige Erfahrung in n der Klärschlammentsorgung zurück und geht mit einer eigenen Anlage zur Klärschlammverbrennung neue Wege. Wir setzen ganz auf Nachhaltigkeit und die Schonung der natürlichen Ressourcen. So ist es durch den Einsatz moderner Techniken und der optimalen Ausnutzung entstehender Abwärme erstmals gelungen, den Einsatz fossiler Brennstoffe bei der Klärschlammverbrennung fast völlig zu vermeiden und stattdessen die Klärschlamm-Energie zu nutzen.

Klärschlammverbrennung: Die Emter-Technologie

Klärschlamm ist ein guter Brennstoff, wenn er trocken genug ist. Und genau das ist die Aufgabe: Die Trocknung und umweltfreundliche Neutralisierung. Emter macht sich dabei ein altes Prinzip der Natur zunutze: aus einem (Abfall)-Produkt möglichst viel herausholen.

Unser Prinzip bei der Klärschlammverbrennung:

  • geringster Einsatz fossiler Brennstoffe
  • Synergie-Effekte nutzen
  • kurze Transportwege
  • Wir unterschreiten dabei deutlich die Normen: 17 BIMSCH und TA Luft
Ökologisch und nachhaltig: die Klärschlammverbrennung der Emter GmbH.

Ökologisch und nachhaltig: die Klärschlammverbrennung der Emter GmbH.

So funktioniert die Klärschlammverbrennung bei Emter: Ausgangspunkt ist eine Biogasanlage, in der Speisereste vergoren werden. Das entstehende Gas wird in einem Biomasseheizkraftwerk eingesetzt. Die Abwärme dieses Kraftwerks dient wiederum dazu, Klärschlamm und Gärsubstrat zu trocknen. In einem nachgeschalteten Kontakttrockner wird Klärschlamm getrocknet, bis er in seinem Brennwert hochwertiger Braunkohle entspricht. Diesen verbrennt man an Ort und Stelle. Auch die bei diesem Verbrennungsvorgang anfallende Abwärme wird wieder eingesetzt. Damit arbeitet die Anlage energiesparend.

Durch dieses Verfahren der Klärschlammverbrennung wird erreicht:

  • optimale Energieeffizienz
  • Neutralisierung von Schadstoffen
  • keine Belastung der Böden
  • keine Belastung der Luft
  • keine Belastung des Wassers

Bei Konzeption und technischer Realisierung der Anlage hat die Emter GmbH unter Berücksichtigung eingeführter Technologien (Stand der Technik, keine Experimente) Neuland beschritten. Wir setzten den Grundgedanken einer Gesamtanlage in die Realität um, die nahezu energieautark arbeitet und dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet ist.

Das Prinzip der Klärschlammverbrennung

Die Klärschlämme (mindestens 25 Prozent Trockensubstanz – TS) werden direkt vom Lkw in den Vorlagebunker gekippt. Dünnschlämme und Gärreste der Biogasanlage werden im VErhältnis 40:60 maschinell mittels Dekanter entwässert und mit einem TS-Gehalt von mindestens 25 Prozent zusammen mit den Klärschlämmen vermischt.

Aus dem 15 Kubikmeter Schlamm fassenden Vorlagebehälter wird das Material durch den Trogkettenförderer auf zwei Trocknerlinien verteilt. Diese bestehen aus Trogwannen auf vier Ebenen und jeweils vier Förderschnecken pro Ebene. Die Klärschlamm-Masse wird durch einen Schacht in die nächst tiefere Ebene geleitet (Kaskadenprinzip). Die Wendungen der Tröge sowie die Hohlwellen und Wendeln der Antriebsschnecken werden von 300 Grad heißem Thermalöl durchströmt, das in den Abhitzekesseln erhitzt wird. Das verdampfende Wasser wird durch ein Gebläse der Brüdenkondensation zugeführt. Nach Durchlaufen dieser ersten Trocknungsstufe wird der Klärschlamm zu einem zweiten Trocknungsschrit befördert, der nach dem gleichen Prinzip auf zwei Ebenen aufgebaut ist.

Klärschlammverbrennung: Die Abwärme der Feuerbox wird im Kreislaufsystem weiter genutzt.

Die so getrockneten Klärschlämme werden mit solargetrocknetem Material zum Einbringen in die Feuerbox vermischt und vorher durch Siebe von übergroßen Bestandteilen (maximale Größe 30x30x10 Millimeter) und durch Überband-Magnete von Eisenteilen befreit. Der Stoffstrom wird in Vorlageschächte mit einem Fassungsvermögen von drei Kubikmeter verteilt. Füllstandsmesser kontrollieren die Zufuhr zur Klärschlammverbrennung. Ein speziell konstruiertes Schleuderrad, der AWINATOR, sorgt mit seiner hohen kinetischen Energie für einen transportluftfreien, wirbelarmen und gleichmäßigen Eintrag des Materials in die Brennkammern, ohne das Glutbett zu zerstören. Die Klärschlammverbrennung wird durch Abgase aus der Brüdenkondensation und der Luftströme aus den Bunkern für die vor- bzw. solargetrockneten Klärschlämme unterstützt. Bei Bedarf sichern gasbetriebene Stützbrenner die vorgeschriebene Mindesttemperatur von 850 Grad Celsius. Die in der Regel 950 Grad Celsius heißen Abgase erhitzen mittels in die Kesselwandungen eingelassenen Rohre das Thermalöl für die Klärschlamm-Trocknung. Der Kreislauf setzt sich fort…

Auf der Grafik oben (klicken, um sie zu vergrößern) sehen Sie die Klärschschlammverbrennung der Emter GmbH im Überblick. Die hochmoderne Klärschlammverwertungsanlage am Standort Altenstadt entspricht in ihrer technischen Ausrichtung un ihrer Umweltfreundlichkeit der neuesten Technologie.

Klärschlammverbrennung: Rückgewinnung von Phosphor

Aber damit noch nicht genug. Aus den 6000 Tonnen Asche, die bei der thermischen Verwertung des Klärschlamms, also der Klärschlammverbrennung, jedes Jahr anfallen, will die Emter GmbH mit einem Partner wertvollen Bio-Phosphat-Dünger. Die Phosphorrückgewinnung ist auch der Politik sehr wichtig.

Das Bayerische Umweltministerium: Da die cadmiumarmen Phosphatlagerstätten begrenzt sind, kommt der Rückgewinnung von Phosphat aus Klärschlamm besondere Bedeutung zu. Hierzu gibt es bereits technische Verfahren, die aber teuer sind und sich bisher am Markt nicht durchsetzen konnten. Die Entwicklung kostengünstiger Verfahren ist deshalb konsequent weiter voranzutreiben.

Der von Emter angestrebte Bio-Phosphat-Dünger ist im Gegensatz zu normalem Phosphat-Dünger niemals mit Uran verseucht. Deshalb steigt die Nachfrage nach diesem Abfallprodukt der Klärschlammverbrennung ständig. Emter will eine effektive und kostengünstige Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor an die Klärschlammverbrennung anschließen.